Was geschah auf der Terrasse des Waldfriedens in Wassenach, als die beiden Priester Johannes Schulz und Josef Zilliken Göring nicht grüßten? Ihr Schicksal und das Schicksal vieler weiterer Priester in der Zeit des Nationalsozialismus beschreibt der Dokumentarfilm „Nicht in Gottes Namen“ am Freitag, 23. Oktober 2026, um 19:00 Uhr in Burgbrohl im Haus der Kultur, Brohltalstraße 77.
Der Dokumentarfilm von Adolf Winkler zeigt die Verfolgung von Priestern und Ordensangehörigen – unter anderem das Schicksal von Pfarrer Joseph Bechtel und Kaplan Peter Schlicker aus Mendig sowie den Pfarrern Josef Zilliken aus Wassenach und Johannes Schulz aus Nickenich.
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 zeigte sich sehr schnell das menschenverachtende Gedankengut der nun über Deutschland herrschenden Partei. Viele Geistliche und Ordensangehörige, die vor Hitler und seinen Kriegsbestrebungen warnten, wurden Opfer von Verfolgung und Ermordung in den Konzentrationslagern der Nazis.
Der Bitburger Filmemacher Adolf Winkler hat eine Dokumentation über Geistliche produziert, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Dazu zählen auch der Pfarrer Joseph Bechtel und der Kaplan Peter Schlicker, die beide in Mendig wirkten, von den Nazis verhaftet und ins Konzentrationslager Dachau deportiert wurden. Beide starben an den Folgen der Lagerhaft.
In der Dokumentation wird auch das Schicksal der Priester Johannes Schulz und Josef Zilliken beleuchtet, die im Konzentrationslager Dachau starben. Der skurrile und zugleich erschreckende Grund für die Einweisung der beiden Geistlichen in das KZ war die Verweigerung des sogenannten „Deutschen Grußes“ gegenüber dem Reichsmarschall Hermann Göring während dessen Besuchs im Ausflugslokal „Waldfrieden“ am Laacher See.
Der rund 100-minütige Film, ein Dokument gegen das Vergessen und zur Mahnung, wohin Menschenverachtung, Antisemitismus und Rassismus führen.
Nach der Filmvorführung steht Adolf Winkler für Fragen zur Verfügung.