Seit Wochen bleibt im Jagdrevier Burgbrohl-Weiler der Regen aus und die hochsommerlichen Temperaturen halten an. Die Bäche führen daher immer weniger Wasser und die sonst gut gefüllten Pfützen sind nur noch staubige Löcher im Boden. Auch das Nahrungsangebot für das Wild hat kaum noch Feuchtigkeit und wird langsam knapp, denn es sind nahezu alle Felder abgeerntet, Wiesen und Wegränder fast überall vertrocknet. Die Wildtiere leiden daher immer mehr unter der anhaltenden Trockenheit.
Grund genug für die Jäger in Burgbrohl-Weiler, den Wildtieren im Rahmen der Hege ein wenig unter die sprichwörtlichen Arme zu greifen. Zwei- bis dreimal pro Woche fahren sie derzeit Wasser in Kanistern an die Wasserstellen, um den Waldbewohnern in dieser Notzeit ein wenig zu helfen.
„Wir sehen am Spurenbild, wer sich am Wasser bedient. Neben den Wildschweinen und Rehen kommen auch viele Vögel und Füchse an die Wasserstellen“, berichtet Jägerin Alexandra Kirchhoff.
„Gerade Rehkitze und die kleinen Frischlinge der Wildschweine haben noch nicht die Widerstandskraft, um eine solche Notzeit unbeschadet zu überstehen. Umso wichtiger ist es, ihnen zumindest ein wenig Wasser anzubieten.“
Auch Gartenbesitzer, gerade an den Dorfrändern, können sich hier verdient machen: Schon eine kleine Schale mit frischem Wasser jenseits des Zauns kann helfen, die Not der Tiere in diesen heißen Tagen zu lindern. Igel, Reh und Co. werden es Ihnen danken!